Ich bin keine mit allen Businesswassern gewaschene Überfliegerin. Ich bin eine Mama, die mit ganz kleinen Babys im Arm erste Schritte versucht und seitdem einen Step nach dem nächsten in ihrem Tempo macht. Ich habe aus dem Mittagsschlaf der Zwillinge heraus Weiterbildungen besucht, Blogtexte und Bücher geschrieben. Ich habe Frühmorgens und Abends gelernt und gearbeitet – nie, weil ich MUSSTE, immer weil ich WOLLTE und für all das brannte. Und so ist es noch.
Nicht selbst und ständig – sondern ständig ich selbst.
Mit meinen Interessen, meiner Authentizität, meiner Persönlichkeit und der Arbeit, die zu mir passt. Es geht auch in meinen Augen nicht darum, gar nichts mehr tun zu müssen, sondern die Freiheit zu haben, zu entscheiden, wann und wie du arbeitest.
Es gibt so viele scheinbar verlockende Angebote dort draußen. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Jahren Anfragen von Menschen aus den unterschiedlichsten Networkmarketing-Bereichen bekommen habe: Öle, Nahrungsergänzung, Beauty, Putzlappen…
Und immer denke ich mir: „Krass, wenn die Frauen, die Zeit und Energie in ihr eigenes Ding stecken würden, hätten sie komplette Unabhängigkeit. Dann hätten sie etwas, das niemand anderem gehört an dem niemand anderes mitverdient, über das niemand anderes bestimmen – und das auch niemand anderes vor die Wand fahren kann.“
Vorsicht vor falschen Versprechen!
Natürlich ist es verlockend, in vorgegebene Strukturen einzusteigen und auf diese Freiheitsversprechen und „ganz leicht nebenbei“ mit Hoffnung zu reagieren. Aber ich – und ich weiß, ich mache mir jetzt nicht nur Freundinnen – finde es immer ein wenig befremdlich, da so die Klinken putzen zu müssen. Und wie gesagt: Es ist ja dann doch überwiegend wieder für jemand anderen.
Ich glaube, dass sich viele, viele Frauen viel, viel mehr selbst zutrauen dürften. Eigene Ideen, eigenes Feuer, eigene Angebote. Sind die Frauen in uns nach meiner Ausbildung niemals unsicher, wie die Reise nun weitergeht und ob es funktioniert? Himmel, NEIN, natürlich nicht. Denn es gehört dazu! Aber ich sehe, wie sie alle Schritt für Schritt sichtbar werden, auf unterschiedlichste Art und Weise und ihre Wege gehen – genau wie ich.
Damals mit meinen kleinen Mäusen aus dem Mittagsschlaf und der Wickeltasche heraus. Heute mit größeren Kindern, die zur Schule und in die Kita gehen, mit einem tollen Team und einem Weiterbildungsinstitut für Frauen.
Das muss ja auch nicht jede machen, ich hätte das vor 10 Jahren auch niemals geglaubt. Weder, dass ich so viele Familien coachen und begleiten oder gar Bücher schreiben darf, die es in Buchhandlungen und Büchereien gibt. Noch, dass es irgendwann die Ausbildung gibt.
Ein Schritt nach dem anderen
Ich habe einen Schritt nach dem nächsten gemacht. Hier eine Ausbildung, da einen kleinen Post geschrieben, dort zu einem Workshop eingeladen. Ein Schritt nach dem anderen ergibt in einem Jahr eine ganz schön weite Wanderung. Und nach 5 Jahren. Oder 10. Aber nur, wenn wir losgehen.
Und es geht nicht um schnellen Erfolg, schnellen Reichtum oder was auch immer! Es geht darum, für sich erfüllt und zufrieden zu sein. Seinen Kindern bestimmte Werte und Wege vorzuleben, damit sie an sich glauben und nicht an „Arbeiten bis zum Burnout“.
Es geht darum, etwas zu bewirken und einen Unterschied zu machen. Es geht darum, sich nach und nach etwas aufzubauen, das zu einem passt. Es geht um uns und unsere Wünsche. Und das ist niemals egoistisch, weil alle etwas davon haben, wenn wir erfüllt und zufrieden sind. Und von einer Arbeit als Familienberaterin haben noch viel mehr Menschen etwas – nicht nur unsere eigenen Familien, mit denen wir das Wissen leben.
Nur Mut, ständig du selbst ist gut! Denn du bist gut!